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Die Märkte in Zeiten der SARS-CoV-2 – Krise

Berlin, den 24. März 2020

In den Monaten vor Februar 2020 haben wir mit unseren Geschäftspartnern vielerlei Marktrisiken diskutiert – angefangen von geopolitischen Krisen, über hohe Haushaltsdefizite von Staaten, Verschuldungsgrade asiatischer Unternehmen bis hin zu den allgemein hohen Aktienbewertungen.

 

Alle diese Argumente ließen uns zur Vorsicht mahnen und uns die Aktienquoten niedrig halten. Der eigentliche Auslöser der aktuellen Krise war jedoch letztlich ein medizinischer – die COVID-19-Pandemie.

 

Seit den Höchstkursen aus Mitte Februar 2020 bis zu den Tiefstkursen der letzten Tage mussten wir folgende Indexabstürze beobachten:

 

S&P 500: 35,4%, DAX: 40,2%, Nasdaq 100: 30,4%, Nikkei 225: 31,3%

 

Die Geschwindigkeit dieser weltweiten Marktreaktion ist historisch unerreicht und zeigt einerseits die enorme weltweite Informationsvernetzung und andererseits das (gefühlte) Ausmaß dieser Pandemie.

 

Beachtenswert ist der liquiditätsgetriebene Verfall über alle Assetklassen hinweg - Abgabedruck bestand bei Bonds, Rohstoffen, Edelmetallen, Aktienwerten und Immobilienfonds gleichermaßen. Qualitative Differenzierungen rückten in den Hintergrund. Hier ist große Vorsicht geboten!

 

Wir empfehlen eine Überprüfung aller Anlagewerte nach deren Substanz und Nachhaltigkeit. Es werden diejenigen Unternehmen einen temporären Stillstand am besten verkraften, welche gesunde Bilanzen aufweisen, liquide genug aufgestellt sind und ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell besitzen.

 

Diese Nachhaltigkeitsbetrachtung stellen wir bei unseren Investmentanalysen noch vehementer an. Wir sind überzeugt davon, dass die gigantischen Staatshilfen und Stützungen der Notenbanken eine sehr gute Grundlage zum Durchleben der Krise sind und zum Neustart nach der Krise sein werden. Liquidität sucht und findet den produktivsten Weg. Das war schon immer so und wird wieder so sein!

 

Bis dahin gilt es die Nerven zu bewahren, die eigene Portfolioausrichtung intensiv zu überprüfen und dann auch konsequent zu bleiben. Die hohe Volatilität sollte erst einmal weiter andauern.

 

Isaac Newton hat dies einmal sehr treffend in einem Satz zusammengefasst:

 

„Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden genau berechnen, aber nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.“

 

Auf diesem „verrückten“ Weg sind wir als Marktspezialisten Ihre Begleiter und Ratgeber.

 

Ihre

B E R L I N E R E F F E K T E N B A N K

Niederlassung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank

 

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